Edward Meeks

DER SEEWOLF 1971

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Danke, ich lebe - und gar nicht schlecht

Ein Bericht aus der BRAVO 1972 von Florian Hopf

 

Wie Edward Meeks auf einem Flug nach Monte Carlo die große Liebe seines Lebens traf

"EIN LÄCHELN, BEI DEM ICH FEUER FING"

In der Rue Roque de FilIoI im Pariser Vorort St.Cloud hängt Wäsche zum Trocknen aus den Fenstern. Zwei Hausfrauen schwatzen mitten auf der Straße. Das ist das Paris der kleinen Leute. Doch Edward Meeks, der in dieser Idylle wohnt, ist kein kleiner Mann. Er ist ein Star. Millionen kennen ihn als Abenteurer, der sich in der Serie „Globetrotter“ rund um die Welt prügelte und der im „Seewolf“ selbst einen Kraftbullen wie Kapitän Larsen zur Strecke brachte. „lhr wundert euch vielleicht, dass ich ausgerechnet hier wohne“ lacht er, als wir die beiden Treppen des Hauses Nr. 92 hinaufsteigen.

Aber ich brauche eine Umgebung, in der die Leute einfach und natürlich sind. Edwards Heim hat vier Zimmer und ist voll gestopft mit Gegenständen, die an abenteuerliche Dreharbeiten erinnern. Im Wohnzimmer hängt eine Südsee-Maske neben der Ebenholz-Plastik, die ihm ein afrikanischer Stammeshäuptling während der „Globetrotter-Zeit geschenkt hat. Die Teppiche sind aus Griechenland und Rumänien.Edward hat sie gekauft, als 1970 am Schwarzen Meer der Seewolf“ gedreht wurde. Er führt mich durch sein Reich und sagt stolz: „Das ist meine erste richtige Wohnung. Vorher war ich ständig auf Achse.
Aufgewachsen bin ich bei meinen Eltern in Michigan, USA. Mit 19 ging ich nach New York zu einem Off-Broadway-Theater. Als mir das nicht mehr gefiel, besorgte ich mir ein Stipendium, reiste nach Straßburg und studierte dort zwei Jahre am ‚Centre dramatique‘.

Ich besaß nichts, nur Optimismus. Als ich eines Tages nicht mehr wusste, wovon ich das nächste Abendessen bezahlen sollte, hatte ich Glück. Eine amerikanische Filmgesellschaft suchte Statisten für den Streifen ‚Der längste Tag“ Ich bewarb mich und bekam nicht nur einen Job, sondern eine richtige Rolle. Danach spielte ich in einer Reihe von französischen Filmen, 1968 schließlich kam mein Erfolg mit ‚Globetrotter‘.‘
1968 brachte ihm auch die Begegnung, die sein Leben ändern sollte. Edward~. „ Ich flog nach Monte Carlo zum großen Fernsehfestival. Im Flugzeug zwängte sich eine Blondine neben mich. Wäh­rend des Fluges lächelte sie mich an. Ich lächelte zurück. Mehr nicht. Beim Festival sah ich sie wieder. In der Hand hielt sie ein Mikrofon. Als ich auf sie zuging, gestikulierte sie entsetzt: Ich war mitten in eine Live-Übertra­gung geplatzt, die sie für das französische Fernsehen machte. Abends saßen wir zusammen, für Stunden, die Fernsehansagerin Jacqueline und ich. Ein Jahr später ha­ben wir geheiratet“

   

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