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Marc Di Napoli
Zwei Jahre Ferien 1974 |
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MARC DI NAPOLI
Eine Reportage von Francoise Veltcheff (Das Freizeit-Magazin. Heft Nr. 9 vom 21 Februar 1977) |
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Einen besseren Freund als Marc kann man sich nicht vorstellen! sagt Renaud
und klopft dabei seinem Kumpel auf die Schulter. Marc di Napoli wird ganz
verlegen über dieses Lob. „Ich habe gelernt, dass der Fernsehruhm
vergänglich ist. Heute bist du ganz groß— und morgen spricht schon kein
Mensch mehr von dir. Aber was immer bestehen wird, ist echte
Freundschaft!“ Er schaut zu Renaud und Claude hinüber. „Ich mag keine
oberflächlichen Schwätzer und Angeber. Meine beiden Freunde hier sind mir
deshalb unheimlich wichtig!“ Renaud mit den langen blonden Haaren ist vierundzwanzig Jahre alt und arbeitet als Autor, Komponist und Sänger. Stolz erzählt uns Marc über ihn:„Er hat gerade eine Langspielplatte mit eigenen Werken herausgebracht! Es sind Chansons voller Ironie und Zärtlichkeit. Das Thema ist Paris, die Stadt, die wir alle lieben!“ Marc kommt ins Schwärmen über seine Heimatstadt. Bereits mit dreizehn Jahren hatte er dort an der berühmten Comedie Francaise Theater gespielt. 2Er war der Page in Henri de Montherlants Stück „La Reine morte‘ (Die tote Königin).
Fast täglich trifft sich Marc dl Napoli mit seinen beiden Freunden Renaud (Mitte) und Claude (rechts). Das Kleeblatt hat drei gemeinsame Hobbys: Musik, Kartenspiel und endlose Diskussionen über Literatur, Film, neu Bücher und auch über die Liebe |
„Ich erinnere mich gern an diese Zeit und auch an die Dreharbeiten für
»Zwei Jahre Ferien«. Seit diese Serie bei euch wiederholt wurde, bekomme
ich Tausende von Briefen aus Deutschland.“ Trotzdem hat Marc für seine Freunde wieder viel Zeit. Da keine Fernseh- oder Filmangebote vorliegen, widmet er sich vorwiegend seiner Malerei. Hin und wieder ist er im Tonstudio bei Synchronarbeiten beschäftigt. So trifft er sich fast täglich mit Renaud und dem einundzwanzigjährigen Claude. Dann wird stundenlang diskutiert. Über den Sinn des Lebens oder utopische Projekte und über die Liebe. An manchen Tagen steht die Musik im Vordergrund. Marc spielt Gitarre, Claude Sitar und Renaud Gitarre und Akkordeon. Sie parodieren alte klassische Lieder oder singen melancholische Country-Songs. Es gibt außerdem noch eine Leidenschaft, die die drei jungen Franzosen gemeinsam haben: das Kartenspiel. Marc erinnert sich an endlose Partien, die erst in den frühen Morgenstunden endeten. „Am liebsten spielen wir Poker, aber natürlich nicht um Geld!“ erklärt Marc. Manchmal ist bei diesen Treffen in Marcs Wohnung auch ein dunkeläugiges Mädchen dabei. „Das ist Nicole. Sie ist Schauspielschülerin und eine uralte Bekannte von mir!“ Ist sie wirklich nur eine gute Kameradin? Wenn die drei Freunde in ihre Karten vertieft sind, liest Nicole geduldig ein Buch. Und als die Partie endlich zu Ende ist, verabschieden sich Marc und Nicole gemeinsam...
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