Marc Di Napoli


Tom Sawyer und Huckleberry Finns Abenteuer 1968

Zwei Jahre Ferien 1974

EXTRA
Schauspieler - Maler - fehlt nur noch die Musik. Aber auch auf diesem Gebiet ist der talentierte Marc Di Napoli erfolgreich. Er spielt ausgezeichnet Klavier und Gitarre und - er singt mit einer angenehmen weichen und charmanten Stimme.


EXTRA
Mon Coeur" ist seine erste Schallplatte und er singt seine Lieder in deutscher Sprache als Dank an seine deutsches Puplikum.

MARC DI NAPOLI


ECHTE FREUNDE SIND DAS WICHTIGSTE IM LEBEN

 

Eine Reportage von Francoise Veltcheff

(Das Freizeit-Magazin. Heft Nr. 9 vom 21 Februar 1977)

Einen besseren Freund als Marc kann man sich nicht vorstellen! sagt Renaud und klopft dabei seinem Kumpel auf die Schulter. Marc di Napoli wird ganz verlegen über dieses Lob. „Ich habe gelernt, dass der Fernsehruhm vergänglich ist. Heute bist du ganz groß— und morgen spricht schon kein Mensch mehr von dir. Aber was immer bestehen wird, ist echte Freundschaft!“ Er schaut zu Renaud und Claude hinüber. „Ich mag keine oberflächlichen Schwätzer und Angeber. Meine beiden Freunde hier sind mir deshalb unheimlich wichtig!“

Renaud mit den langen blonden Haaren ist vierundzwanzig Jahre alt und arbeitet als Autor, Kompo­nist und Sänger. Stolz er­zählt uns Marc über ihn:„Er hat gerade eine Lang­spielplatte mit eigenen Werken herausgebracht! Es sind Chansons voller Ironie und Zärtlichkeit. Das Thema ist Paris, die Stadt, die wir alle lieben!“ Marc kommt ins Schwärmen über seine Heimatstadt. Bereits mit dreizehn Jah­ren hatte er dort an der be­rühmten Comedie Francaise Theater gespielt. 2Er war der Page in Henri de Montherlants Stück „La Reine morte‘ (Die tote Königin).

Fast täglich trifft sich Marc dl Napoli mit seinen beiden Freunden Renaud (Mitte) und Claude (rechts). Das Kleeblatt hat drei gemeinsame Hobbys: Musik, Kartenspiel und endlose Diskussionen über Literatur, Film, neu Bücher und auch über die Liebe

„Ich erinnere mich gern an diese Zeit und auch an die Dreharbeiten für »Zwei Jahre Ferien«. Seit diese Serie bei euch wiederholt wurde, bekomme ich Tau­sende von Briefen aus Deutschland.“

Trotzdem hat Marc für seine Freunde wieder viel Zeit. Da keine Fernseh- oder Filmangebote vorliegen, widmet er sich vorwiegend seiner Malerei. Hin und wieder ist er im Tonstudio bei Synchronarbeiten be­schäftigt. So trifft er sich fast täglich mit Renaud und dem einundzwanzigjährigen Claude. Dann wird stundenlang diskutiert. Über den Sinn des Lebens oder utopische Projekte und über die Liebe. An manchen Tagen steht die Musik im Vordergrund. Marc spielt Gitarre, Claude Sitar und Renaud Gitarre und Akkordeon. Sie paro­dieren alte klassische Lie­der oder singen melancho­lische Country-Songs. Es gibt außerdem noch eine Leidenschaft, die die drei jungen Franzosen gemein­sam haben: das Karten­spiel. Marc erinnert sich an endlose Partien, die erst in den frühen Morgenstun­den endeten. „Am liebsten spielen wir Poker, aber na­türlich nicht um Geld!“ er­klärt Marc. Manchmal ist bei diesen Treffen in Marcs Wohnung auch ein dun­keläugiges Mädchen da­bei. „Das ist Nicole. Sie ist Schauspielschülerin und eine uralte Bekannte von mir!“ Ist sie wirklich nur eine gute Kameradin? Wenn die drei Freunde in ihre Karten vertieft sind, liest Nicole geduldig ein Buch. Und als die Partie endlich zu Ende ist, verab­schieden sich Marc und Nicole gemeinsam...

   

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