LOCKRUF DES GOLDES 1975
BURNING DAYLIGHT
ALASKA KID
 

 

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Artikel aus dem Begleitheft "Das Fernsehspiel im ZDF" von 1975
 


 


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Das Abenteuer Gold

Die Dreharbeiten haben achteinhalb Monate gedauert, 67 000 Meter Filmnegativ wurden verbraucht, 54 mal der Drehort im geographischen Dreieck Schwarzmeer-Karpaten-Eisernes Tor gewechselt, dabei mehr als 3 400 Tonnen an Geräten und sonstigem Material transportiert, die Goldgräberstadt Dawson City sowie die versunkene Welt derTlingit-lndianer samt Siedlung, Kleidung, Geräten rekonstruiert, alles in allem 2 700 Kostüme, 7 000 Requisiten und 12000 Komparsen verwendet.

Der "Dead Horse Trail" auf dem Weg von Skagway nach Norden. Eine Zeitgenössische Aufnahme)

Superlative!? Wenn man so will. Aber die Geschichte einer Massenwanderung von Zehntausenden mit einer Wegstrecke von Tausenden von Kilometern zu einer Stadt, die zeitweise von 60 000 Menschen bevölkert war und hier vollständig nachgebaut werden mußte, läßt sich nicht mit 20 Komparsen, zwei oder drei Drehorten und dem Bau-, Kostüm-, Requisiten- und Transportetat einer mittleren Produktion bewältigen. Das geht nicht.

Die Frage liegt auch anders. Sie stellt sich in der Relation der Kosten. An den 7,6 Millionen DM beteiligen sich neben dem ZDF auch französische, rumänische, kanadische, australische und USA-Interessenten, so daß das ZDF (mit seinem deutschsprachigen Partner ORF) für 360 Sendeminuten auf weniger als ein Drittel der Gesamtkosten begrenzt bleibt— ein Superlativ an finanzieller Zurückhaltung.Natürlich hat die Rechnung noch eine andere Relation — die zur Sache.

(Dawson City im Sommer 1898. Eine Zeitgenössische Aufnahme)

Daß es Gold in Alaska gab, war bekannt. Aber keiner der Goldfunde vorher und nachher hat die Gemüter so bewegt wie der am Klondike, einem Zufluß des Yukon, einem unscheinbaren Bach, in dem die Indianer bis dahin ihre Lachse zum Trocknen für die Wintervorräte gefangen hatten. An keiner Stelle im ganzen Stromgebiet des Yukon lag das Gold so dicht wie hier. Eine einzige Schaufel voll goldhaltigem Sand erbrachte eine Ausbeute an Goldstaub und Goldkörnern im Werte von achthundert bis tausend Dollar, auch heute noch eine ansehnliche Summe, geradezu überwältigend aber in einer Zeit, in der man einen reinwollenen Herrenanzug für vier Dollar kaufen konnte und eine reichliche, warme Mahlzeit fünfundzwanzig Cent kostete.

(Szenenfoto aus dem Film)

 

 

 

 
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